Am vierten Tag unseres Projektes „Berlin – eine Stadt zwischen zwei Diktaturen“ ging es für uns in den Tränenpalast. Das ist aber eigentlich gar nicht der richtige Begriff für diese Ausstellung, denn es war einmal die ehemalige Ausreisehalle am Grenzübergang Friedrichstraße, welche den Übergang von der DDR nach Westberlin ermöglichte. Doch der Begriff Tränenpalast leitet sich von den tränenreichen Abschieden ab, die vor dem Gebäude zwischen westlichen Besuchern und ostdeutschen Einwohnern stattfanden, denen die Reise nach West-Berlin verwehrt war und wenn dann nur unter speziellen Bedingungen stattfinden durfte.
Unsere Führung begann um 10 Uhr und wir haben uns zuerst mit der Teilung Deutschlands und Berlins befasst, in deren Folge die BRD und die DDR entstanden und somit die besondere Stellung Westberlins. Dann erfuhren wir, warum die Berliner Mauer errichtet wurde und was das für die Berliner bedeutete. In diesem Zusammenhang haben wir zwei bewegende Geschichten von Menschen gehört, die aus der DDR geflüchtet sind.
Nach der Führung gab es Rechercheaufgaben für uns, so mussten wir zu einem Stichwort ein Ausstellungsstück finden und erklären, warum wir es ausgewählt haben und was es mit der heutigen Zeit, mit der Gegenwart zu tun hat.
Für uns war der Ausflug in den Tränenpalast sehr interessant, da wir viele Dinge über diesen Ort im Herzen von Berlin erfahren konnten. Des Weiteren wurde der Workshop sehr professionell und lehrsam abgehalten, weshalb wir nur sagen können, dass wir dieses Projekt nächstes Jahr wieder wählen wollen würden, wenn wir könnten.
Text: Diego (10a)

Auswertungsgespräch nachgestelltes Kofferband Der „Tränenpalast“
In dieser Originalkabine wurden die Ausreisenden kontrolliert.
Fotos: Goerke
