… und wir waren mittendrin.
Wir, die Grund- und Leistungskursschüler*innen des Faches Deutsch, erlebten heute live, wie man ein doch älteres, klassisches, vielleicht angestaubtes Theaterstück mit der modernen Zeit und aktuellen Themen verknüpfen kann.
Das vierköpfige Ensemble schlüpfte dabei in verschiedene Rollen und Zeitebenen und verband die Kleist-Handlung, den Krug und vor allem den Richter Adam betreffend, mit brisanten Themen der Jetztzeit, z. B. dem Verhältnis zwischen Frau und Mann, sexuellen Übergriffen, wobei fast immer Frauen als Opfer dastehen, wie auch die MeToo-Bewegung beweist.
Trotz der Ernsthaftigkeit dieser Thematik, gekleidet in einer modernen Sprache, erkannten wir auch Originalpassagen aus dem Drama von Heinrich v. Kleist. Und relativ schnell, nach kleinen Startproblemen, konnten wir den Dialogen folgen und die Zusammenhänge verstehen.
Der Spagat zwischen Ernsthaftigkeit und Komik gelang den Schauspieler*innen erstaunlich gut, das hätte wahrscheinlich auch dem alten Kleist gefallen. Ebenso bereichernd und illustrierend wirkten die musikalischen Einlagen in Form von Gesang und Livemusik. Und dieses Konzept kam an, erreichte das junge Publikum – erreichte uns.
Wir hatten dann die Gelegenheit, mit den Akteuren und dem Theaterpädagogen über die Vorstellung zu sprechen. So bekamen wir Infos zur Auswahl des Stückes, einen Einblick, wie der Originaltext bearbeitet wurde, um ihn dann auswendig zu lernen. Hut ab vor der Leistung😊
Insgesamt waren wir uns einig, dass es eine gelungene Veranstaltung war, eine „Krug-Show“, so wie auf der Homepage des Theaters Strahl angekündigt.
Krug. Zerbrochen! Scherben bringen Glück – Glück für uns, dabei gewesen zu sein.
LK und GK Deutsch / Foto: A. Goerke
Gespräch nach der Aufführung
Originalfotos von der Premiere
Quelle: https:// theater-strahl.de/programm/krug-zerbrochen/


